Interview mit Andrea Reinhardt

Für die wenigen Thriller-Fans, die Andrea nicht kennen: Schaut gerne einmal bei ihrem Blog vorbei, dort stellt sie sich und Ihre Bücher selbst vor!


Liebe Andrea, 2016 hast du den Entschluss gefasst, Autorin zu werden und eigene Thriller zu veröffentlichen. Hättest du jemals gedacht, dass du zum jetzigen Zeitpunkt eine erfolgreiche Thriller-Trilogie auf den Markt gebracht hast?

Überhaupt nicht. Und das macht die Sache für mich auch so spannend. Eigentlich war die Idee ein Buch zu schreiben, eher eine kleine Spontanaktion, weil mich ein Satz aus einem Horrorthriller getriggert hat. Ehe ich mich versah, habe ich laut ausgesprochen, dass ich ein Buch schreiben möchte. Das witzige, es gab Zeugen im Raum. Und diese Blicke waren zu herrlich. Da es jeder aber nur so abgewunken hat, mich keiner wirklich ernst genommen hat, habe ich wohl eine Art Trotz entwickelt und am nächsten Tag angefangen zu schreiben. Das Ergebnis war Teufelseltern. Die Resonanz überwältigend, sodass ich gesagt habe, ich mache weiter. Heute stehe ich mitten im Autorenleben und kann vom Schreiben leben. Ein unfassbarer Traum, denn ich habe wohl meine Berufung erst durch Zufall für mich entdeckt.


Wenn du die Zeit bis vor die Veröffentlichung deines ersten Buches zurückdrehen könntest, würdest du gewisse Dinge anders machen?

Puhhh, es ist schwer zu sagen. Eigentlich bin ich glücklich. Denn ich habe sehr viele Fehler in meiner Naivität gemacht, die auch eigentlich extrem gegen meinen Perfektionismus gesprochen haben. Ich glaube, ich habe selbst überhaupt nicht an mich geglaubt, es eher als Spinnerei gesehen und deshalb auch nicht alles Mögliche in die Veröffentlichung gesteckt. Aber genau diese Fehler haben mich gelehrt und ich konnte mich so in den letzten drei Jahren entwickeln. Ohne diese Fehler wäre ich heute nicht auf diesem Stand. Nur so konnte ich meine Persönlichkeit entwickeln, mir meine Ziele definieren.

Ich bin also sehr zufrieden.


War dir zu Beginn bereits klar, dass das Sonderermittler-Team mehr als nur einen Fall zu lösen bekommt?

Da ich selbst gern Reihen lese, war es mir von Beginn klar. Mein Übermut war allerdings sehr hoch und ich habe bereits nach dem 2. Band gemerkt, der Druck ist sehr hoch. Das Level zu halten, wenn der 1. Teil schon so gut ankommt, nachzuliefern, das alles war sehr belastend. Eine Zeitlang bin ich daran verzweifelt und der 3. Teil war in der Erstfassung dann schließlich auch eine absolute Katastrophe. Meine liebe Lektorin hat mich da Gott sei Dank gerettet. Und deshalb habe ich entschieden, erst einmal Einzelprojekte zu schreiben und habe die Reihe vorerst beendet. Mir aber alle Optionen offengelassen.


Wann und wie kam dir die Idee für die Handlung der Bücher?

Teufelseltern wie gesagt, habe ich direkt ab nächsten Tag angefangen. Ideen habe ich viele, mein ganzes Handy ist voll davon. Sie kommen immer und überall, ganz spontan. Einfallsreich war ich schon immer und schon als Kind habe ich mir spannende Ausreden ausgedacht, um nicht zu viel Ärger zu bekommen. Drama kann ich gut 😉


Wenn du die Trilogie mit drei Schlagworten beschreiben müsstest – welche wären es und wieso?

Emotionsgeladen– weil ich kritische Themen anspreche.

Schockierend/Fassungslos– weil es einfach große Parallelen in der Realität gibt, die für viele unvorstellbar ist.

Nervenkitzel– weil ich gern mit Cliffhangern arbeite.


Wo suchst du nach Inspiration während des Schreibprozesses?

Während des Schreibens recherchiere ich viel. Viele machen das vorher, ich fange einfach an und suche mir während des Schreibens die Antworten. Medizinisch gesehen, kann ich mir selbst helfen, weil ich vom Fach bin. Emittlertechnisch frage ich auch den Profi. Ansonsten recherchiere ich viel im Internet.

Ansonsten brauche ich keine Inspirationen. Ich schreibe einfach los, und die Story entwickelt sich dabei. Ebenso die Charaktere.


Gibt es in dem Ermittler-Team einen Charakter, den du besonders magst oder über den du besonders gerne geschrieben hast?

Für mich war es das Zusammenspiel aller aus dem Team. Ich hätte gern mitgearbeitet. Natalie ist eine starke Frau, die nicht zu beneiden ist. Aber die Stärke hätte ich gern. Das familiäre fand ich spannend, wobei das ja im 3. Teil anfing zu bröckeln. Ich kann also nicht sagen, wer für mich am stärksten ist. Sie sind alle toll.


Mit „Gläsernde Hölle“ erschien April dein neuester Thriller. Welche Schlagworte fallen dir zu diesem Buch ein? Worauf kann der Leser machen?

Dunkelheit, Angst, Psychospielchen, und Glas wird eine große Rolle spielen.


Vielen Dank für deine Zeit und alles Gute für die Veröffentlichung deines neuen Thrillers!

Vielen Dank. Es hat mir Spaß gemacht.


Für diejenigen, die Andreas Thriller noch nicht kennen: Hier findet ihr eine Leseprobe sowie den Klappentext zu Gläsernde Hölle und darunter zum ersten Teil ihrer Trilogie, Teufelseltern.


„Wir sind seine Puppen in einem irren Theaterspiel.“

Stell dir vor, du wachst in einem Zimmer auf. Die Wände bestehen aus Glas. Du blickst hindurch und siehst nichts als Dunkelheit. Doch du spürst, dass da jemand ist. Und du begreifst, dass du Opfer eines Wahnsinnigen bist.

Kriminaloberkommissar Konrad Malter und seine Partnerin Susanne Liebert werden zu einem Grab im Koblenzer Stadtwald gerufen. Jemand hat die Leichen wie eine sich liebende Familie drapiert. Während der Ermittlungen wird klar, dass sie es mit einem Serienkiller zu tun haben.
Sie müssen schnell sein, denn er hat bereits eine neue Familie in seiner Gewalt.


Misshandlung, Folter, gequälte Seelen

Chicago 2016

Zwei Jahre nach einer schweren Lebenskrise kehrt Sonderermittlerin Natalie Bennett zum FBI zurück. Ihr erster Fall, zwei aus einer Klinik entführte Kinder, entwickelt sich zu einer wahrlichen Zerreißprobe. Während der Ermittlungen stoßen die FBI Agenten auf eine Reihe verstorbener Kinder. Die Todesursache ist laut Obduktionsbericht immer die gleiche, die Todesumstände jedoch werfen Fragen auf. Der Druck auf die Ermittler wächst, als die Hauptverdächtige nicht mehr vernehmungsfähig ist.
Für Natalie Bennett und ihren Partner Alexander Johnson beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, die Kinder lebend zu finden.

Der erste Thriller „Teufelseltern“ um FBI Sonderermittlerin Natalie Bennett führt die Leser in eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle, die von Wut, über Trauer bis hin zu Fassungslosigkeit reichen.

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