Interview mit Belinda Benna

Liebe Belinda, am 02.04.20 ist es endlich soweit: dein erster Roman erblickt das Licht der Welt! Kannst du uns beschreiben, wie sich das anfühlt?

„Unwirklich“ ist wahrscheinlich das richtige Wort. Ich kann es selbst kaum glauben, dass der Roman, an dem ich nun über ein Jahr gearbeitet habe, erscheint. Gleichzeitig erlebe ich momentan viele tolle Momente. Von den ersten positiven Reaktionen auf Cover und Klappentext, über den Augenblick, in dem mir Amazon mitteilt, dass mein Roman nun veröffentlicht ist, bis hin zu dem Gefühl, mein eigenes Buch ganz real in Händen zu halten.


„Jetzt schreibe ich selbst Liebesromane, die alles andere als oberflächlich sind.“ – So beschreibst du deine Werke in deinem Blog. Was machen deine Liebesromane besonders?

Die Liebe spielt in meinen Büchern eine wichtige Rolle, denn was wäre das Leben ohne Liebe?! Trotzdem sind meine Geschichten alles andere als klassische Liebesromane. Sie handeln auch von Themen, die zum Nachdenken anregen. Every Step I Take ist beispielsweise eine Geschichte über die Liebe und den Mut, eigene Wege zu gehen. Protagonistin Sarah stellt sich den entscheidenden Fragen des Lebens: Wer bin ich? Wohin gehe ich? Und mit wem?


Wenn du drei Schlagworte wählen müsstest, die deine Geschichte „Every Step I Take“ symbolisieren, welche würdest du wählen und warum?

Berührend, mitreißend und inspirierend.

Die Gründe dafür kann ich nicht erzählen, ohne zu spoilern. Also sage ich lieber nichts, sondern lasse es euch selbst herausfinden 😊.


Gab es wesentliche Ereignisse oder Menschen in deinem Leben, die dich zu der Geschichte inspiriert haben?

Die Grundidee von Every step I take ist schon sehr lange in meinem Kopf. Nicht als Roman, sondern weil mich dieses Thema einfach interessiert. Ich bewundere jeden, der den Mut hat, sein eigenes Ding zu machen. Und jeden, der an seinen Träumen festhält, egal was die anderen sagen. Das sind Menschen, die ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen leben und damit einfach so viel glücklicher sind, als die, die denken, den Zielen und Vorgaben anderer hinterherhechten zu müssen.

Vermutlich ist es also die Summe der Informationen und Geschichten, die ich zu diesem Thema gelesen habe, die mich inspiriert hat. Wie aus all dem eines Tages ganz plötzlich genau Sarahs Geschichte geworden ist, kannst du auf meinem Blog nachlesen (https://belindabenna.com/die-idee-zu-every-step-i-take).


Wann hast du die Entscheidung getroffen, dass du ein Buch schreiben möchtest? Kam die Idee für diese Geschichte davor oder danach?

Um ehrlich zu sein, träume ich schon seit Jahren davon, zu schreiben. Aber ich habe lange gebraucht, um richtig durchzustarten. Zum Schreiben braucht es einiges an Wissen, das richtige Handwerk und auch verdammt viel Disziplin. Man tut es nicht „nebenbei“ und schreibt nicht „eben mal“ einen Roman. Zumindest ich kann das nicht.

Den Gedanken ein Buch schreiben zu schreiben, hatte ich also schon sehr früh. Aber erst als ich ein Gefühl dafür hatte, was wann wie sein muss, damit ein Roman zu einem tollen Leseerlebnis wird, begann ich an Every Step I Take zu arbeiten.


Mich würde sehr interessieren, wie sich die Geschichte entwickelt hat. Kannst du uns ein paar Einblicke in deinen Arbeitsalltag geben?

Nachdem die Grundidee geboren war, entwarf ich die Figuren. Erst danach kam die eigentliche Geschichte, die sich auch im Laufe des Schreibens noch weiter verändert hat. Sogar als der erste Entwurf beendet war, hat sich nochmal entscheidendes getan. In Wahrheit gibt es zwei Varianten von Every Step I Take, mit komplett unterschiedlichen Anfängen und Enden. Variante zwei wird nun veröffentlicht, Variante eins ist ein Geheimnis, das ich vielleicht irgendwann mit meinen Newsletter Abonnenten teilen werde.

Genauso turbulent wie die Entwicklung von Every Step I Take war auch mein Arbeitsalltag in dieser Zeit. Nach und nach fand ich aber dann doch die richtige Routine. Meine Leidenschaft für das Schreiben ist so groß, dass ich dafür an Wochentagen mittlerweile um 4:00 Uhr morgens aufstehe. Wer erfahren will, was gleich danach in meinem Autorenleben so passiert, findet auch dazu einen Beitrag auf meinem Blog (https://belindabenna.com/meine-winter-schreibroutine).


Die Protagonistin deines Romans, Sarah, ist von einem fremdbestimmten Alltag geprägt und fühlt sich zunehmend eingeengt. Glaubst du, dass es vielen Frauen und Männern so geht, vielleicht sogar unbewusst?

Davon bin ich überzeugt. Überleg doch mal, wie viele Menschen du kennst, die keine wahre Freude am Leben haben. Sie schleppen sich von Verpflichtung zu Verpflichtung und tun, was andere von ihnen verlangen. Über die Jahre verblasst ihre Erinnerung daran, wer sie selbst einmal waren. Sie laufen auf der Stelle, halten an Beziehungen fest, die sie nicht glücklich machen und vergessen, wie sich Herzklopfen anfühlt. Ständig sind sie vernünftig und angepasst, obwohl sie früher doch viel lieber laut und verrückt waren.


Sowohl Sarahs Eltern als auch ihr Lebensgefährte sind bei mir auf großes Unverständnis und geballte Abneigung gestoßen. Ich konnte fast gar nicht glauben, dass es möglich ist, sich derart klein machen zu lassen. Was glaubst du? Was macht es für Menschen wie Sarah so schwer, sich von Personen zu trennen, die einem nicht guttun?

Kennst du die Geschichte von dem angeketteten Elefanten im Buch „Komm, ich erzähle Dir eine Geschichte“ von Jorge Bucay? Darin findest du die Antwort auf deine Frage, lies es gerne nach. Am Ende heißt es dort:

„Wir glauben, einen ganzen Haufen Dinge nicht zu können, bloß weil wir sie ein einziges Mal, vor langer Zeit als wir noch klein waren, ausprobiert haben und gescheitert sind. Der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas können oder nicht ist, es auszuprobieren und zwar mit vollem Einsatz.“

Genau das ist es.


Was möchtest du mit deinem Roman bei deinen Lesern und Leserinnen bewirken/auslösen?

Es gibt da eine Sache, die ich mir von Herzen wünsche. Das sind Leser, die meinen Roman am Ende mit einem wehmütigen Seufzen zuklappen. Und vielleicht sogar noch ein wenig nachdenken, wenn sie das Buch schon längst weggelegt haben. Darüber wer sie sind, wohin sie gehen und mit wem.


Hast du bereits Vorstellungen davon, wie es für dich weitergehen soll? Dürfen wir uns auf weitere Projekte freuen und wenn ja, bleibt es für dich bei Liebesromanen?

Tatsächlich sind bereits weitere Projekte in Arbeit!

Schon im Herbst 2020 wirst du das nächste Buch von mir lesen können. Es handelt sich um einen mitreißenden Roman über die Liebe, Vertrauensängste und Lebensträume, die vielleicht doch keine sind.

Im Frühjahr 2021 soll dann eine Dilogie auf den Markt kommen. Auch hier werde ich meiner Richtung treu bleiben. Worum es genau geht, kann ich allerdings noch nicht verraten.


Vielen Dank für deine Zeit und alles Gute für die Zukunft!

Ich danke dir, es hat mich sehr gefreut, mit dir zu quatschen!


Über Every Step I Take:

„Momente kann man nicht festhalten, niemand kann das. Aber wenn du sie in vollen Zügen genießt, bleibt ein Teil davon in dir zurück.“ Seine Finger streicheln über mein Ohr, unsere Blicke treffen sich. Ich will mich nicht länger verstecken, habe es auf einmal satt, die unnahbare Maske zu tragen.

In Sarahs Leben ist alles perfekt. Ihre luxuriöse Wohnung, die elegante Frisur, die teuren Hosenanzüge und sogar Freund Tom. Außerdem ist sie mit Anfang dreißig bereits kurz davor, Partnerin in der renommiertesten Anwaltskanzlei Wiens zu werden. Alles läuft nach Plan, bis ein unvorhersehbares Ereignis ihre Welt so sehr ins Wanken bringt, dass Sarah daran zu zerbrechen droht.
Nur langsam wird ihr klar, welch hohen Preis sie bisher für ihr vermeintlich perfektes Leben gezahlt hat. Auf einer Reise in die Provence versucht sie Antworten auf die entscheidenden Fragen des Lebens zu finden. Wer bin ich? Wohin gehe ich? Und mit wem?

Ein ergreifender Roman über die Liebe und den Mut, neue Wege zu gehen.


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